Mit diesem Artikel sei wieder einmal der Unterschied zwischen «L’art pour l’art» und Corporate-Design bewiesen. Ein Unterschied, der in Zeiten wogender Zukunftsunsicherheit gerne mal wieder verwischt. Corporate-Design hat zwei Herren zu dienen: Der Ökonomie und der spontanen Wiedererkennbarkeit. Der Ökonomie dient Corporate-Design durch clever wiederverwendbare Normen, Richtlinien und Komponenten, wodurch Publikationen ungleich schneller entstehen können. Der Wiedererkennbarkeit dient Corporate-Design durch Wiederholung von markanten Repräsentanten. Wir stellen in unseren Auftragsbüchern ein echtes Revival von Corporate-Design fest – gerade auch bei kleineren Unternehmen. Wir führen das eben auf das Wirkprinzip von Corporate-Design zurück. Einmal mit dem nötigen Augenmerk konzipiert, profitieren markenbewusste Unternehmen viele, viele Jahre von dieser Investition. Darüber hinaus profitieren gerade kleinere Unternehmen von der spontanen Wiedererkennung am meisten, denn wo nicht ganze Flüsse aufgetrieben werden können, zählt der stete Tropfen immer noch am meisten, um den Stein zu höhlen.

Die Schweizer Bildungsinstitution AKAD macht sich das seit sehr vielen Jahren erfolgreich zu Nutze. Wobei ein Paradebeispiel sich nun jüngst manifestierte: Bei der Gründung einer neuen AKAD-Marke, AKAD Technics, griffen sofort alle Normen, Richtlinien und Komponenten wie Zahnräder in einander und nahezu ohne Konzeptkosten und in enorm kurzer Zeit konnte eine neue Marke on- und offline komplett ausstaffiert an den Start. Wie wertvoll das ist, lässt sich in Zahlen ziemlich schnell ausdrücken, in dem man die Konzeptkosten eines Grüne-Wiese-Projektes mit denen des vorliegenden Integralprinzips vergleicht. Da entstehen auf der Haben-Seite für den Markeninhaber schnell mehrere zehntausend Franken. Wie wertvoll es in unserer lauten und flammenden Medienwelt ist, von Geburt an auf tief verankerte, weil über viele Jahre gepflegte kommunikative Wiedererkennbarkeit zu setzen, ist wahrscheinlich: unermesslich.