Da müssen Sie jetzt durch: In der synthetischen Semiotik geht es darum, die konstitutive Beschaffenheit eines Zeichens mit dem in Einklang zu bringen, was es bezeichnet und mit dem, was es beim Betrachter auslöst. Ein genuines Zeichen ist aus kommunikativer Sicht die reinste und damit leistungsfähigste Form, da es konventionalisiert auftretende Formen nutzt und etwas Nachvollziehbares abstrakt darstellt, das sich in einem kurzen Lernprozess festigen lässt. Darüber hinaus soll es beim Betrachter genau das wachrufen, was der Absender sich wünscht. Öde Theorie? Mitnichten, wie der Praxisfall belegt.

Für das Unternehmen Sunconnect GmbH in Bäch am Zürichsee, einem engagierten Rundumpartner für Photovoltaik-Anlagen, durften wir unlängst ein neues Logo entwerfen und sind nun dabei, ein neues Corporate-Design umzusetzen sowie eine neue Website zu entwickeln. Bei einem so bildhaften Firmennamen wie «Sunconnect» gibt es für einen Bildmarken-Entwurf eigentlich nur zwei Herangehensweisen: Entweder man setzt die sprachliche Bildhaftigkeit auch grafisch um oder man setzt auf totale Abstraktion. Etwas dazwischen kommt selten gut.

Wir haben uns entschieden, den bildhaften Firmennamen grafisch nahezu redundant umzusetzen: Sonne, Kabel, Stecker – mit der Sonne verbunden. Um den Ökologie-Faktor zusätzlich noch einzubringen, ordnen wir die Elemente in der Form eines (hoch konventionalisierten) Unendlich-Zeichens an – und voilà, schon ist die Bildmarke fertig. Die passende Schrift im Kabellook war nach etwas Recherche auch gefunden und mit dem Claim «Unsere Lösung. Ihr Strom.» schnürten wir das Branding-Paket mit einem Gold-Bändeli. Und beim Kunden: eitel Sonnenschein.

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